stolpersteine

Stolpersteine

Stolpersteine

Stolpersteine sind kleine Gedenktafeln, die an das Schicksal der Menschen erinnern, die in der Zeit des Nationalsozialismus (NS-Zeit) vertrieben, verfolgt, deportiert und/oder ermordet wurden.

📍Sandinostraße 22, 13055 BerlinDiese drei Stolpersteine, die am 10.12.2005 verlegt wurden, gehören zu den ersten Stolpersteinen im Berliner Ortsteil Alt-Hohenschönhausen. Sie erinnern an das tragische Schicksal einer Mutter und ihrer zwei kleinen Töchter. Am 26. September 1942 wurde Ruth Ascher in das besetzte Estland deportiert und nach der Ankunft im Vernichtungslager Raasiku (nahe Tallinn) ermordet. Offenbar wurden ihre beiden Töchter noch vor der Deportation von ihr getrennt, im selben Transport wie ihre Mutter am 26. September 1942 nach Raasiku verschleppt und dort ermordet. Die kleine Mirjam war zum Zeitpunkt ihrer Deportation gerade einmal zwei Jahre alt.  Foto: Martina Behn, 22.09.2026

📍Konrad-Wolf-Straße 42, 13055 BerlinDie hier am 30.11.2012 verlegten Stolpersteine sollen an das Schicksal der sechsköpfigen Familie Lewinsohn erinnern, die alle am 03.03.1943 nach Auschwitz deportiert und auch dort ermordet wurden. Seit 1932 lebte diese Familie in der Koskestraße 13-14 in zwei kleinen Wohnungen. Die Koskestraße existiert heute nicht mehr, sie befand sich auf dem Gelände des heutigen Sportforums parallel zur Konrad-Wolf-Straße (ehemals Berliner Straße). Foto: Martina Behn, 14.03.2022

📍Konrad-Wolf-Straße 44, 13055 BerlinZur Erinnerung an die Familie Lange wurden im Jahre 2015 an dieser Stelle Stolpersteine verlegt. Zur Familie gehörten Eugen und Cäcilie Lange sowie ihre Töchter Herta und Hanni Lange, die auch in der Koskestraße wohnten. Alle vier Familienmitglieder wurden im März/April 1943 nach Auschwitz deportiert und auch dort ermordet, bis auf Herta Lange, die aus dem Konzentrationslager befreit werden konnte und somit als einziges Mitglied dieser Familie überlebt hat. Zur Familie gehörte auch die Mutter von Cäcilie, Bertha Glaser, die bereits am 17.11.1941 nach Kaunas (russisch: Kowno) (Litauen) deportiert und wenige Tage später ermordet wurde. Hier befand sich im IX. Fort, einer ehemaligen Festungsanlage, eine Erschießungsstätte der SS, in der u.a. deportierte Juden aus dem Deutschen Reich ermordet wurden. Heute befindet sich hier eine Gedenkstätte, die dafür Sorge trägt, dass die Geschichte niemals in Vergessenheit gerät. Foto: Martina Behn, 01.02.2022

📍Schöneicher Straße 11A, 13055 BerlinDieser am 25.10.2010 verlegte Stolperstein soll an das Schicksal von Arthur Dreyer erinnern. Als den Nationalsozialisten im Jahre 1933 die Macht übertragen worden war, leistete Arthur Dreyer gemeinsam mit seiner Frau Dorothea im Untergrund Widerstand gegen die Nazis, wurde im Mai 1935 verhaftet und im Herbst 1936 wieder entlassen. Danach war er weiter zusammen mit seiner Frau aktiv im Untergrund gegen die Nazis tätig, infolgedessen er im Februar 1943 zur Strafdivision 999 eingezogen wurde. Am 24. September 1944 ist er in Griechenland gefallen. Foto: Martina Behn, 25.04.2020

📍Suermondtstraße 46, 13055 BerlinDieser Stolperstein wurde im Mai 2021 für Blume Luise Albers verlegt, die mit ihrem Mann in der Suermondtstraße 46 wohnte. Sie musste Zwangsarbeit in den Pankower Heimstätten leisten. Am 10.09.1943 wurde sie zunächst nach Theresienstadt und im Dezember 1943 nach Auschwitz deportiert, wo sie dann ermordet wurde.  Foto: Martina Behn, 03.07.2021