Stolpersteine sind kleine Gedenktafeln, die an das Schicksal der Menschen erinnern, die in der Zeit des Nationalsozialismus (NS-Zeit) vertrieben, verfolgt, deportiert und/oder ermordet wurden.
Konrad-Wolf-Straße 42, 13055 Berlin
Foto: Martina Behn, 14.03.2022
Die hier am 30.11.2012 verlegten Stolpersteine sollen an das Schicksal der sechsköpfigen Familie Lewinsohn erinnern, die alle am 03.03.1943 nach Auschwitz deportiert und auch dort ermordet wurden. Seit 1932 lebte diese Familie in der Koskestraße 13-14 in zwei kleinen Wohnungen. Die Koskestraße existiert heute nicht mehr, sie befand sich auf dem Gelände des heutigen Sportforums parallel zur Konrad-Wolf-Straße (ehemals Berliner Straße).
Konrad-Wolf-Straße 44, 13055 Berlin
Foto: Martina Behn, 01.02.2022
Zur Erinnerung an die Familie Lange wurden im Jahre 2015 an dieser Stelle Stolpersteine verlegt. Zur Familie gehörten Eugen und Cäcilie Lange sowie ihre Töchter Herta und Hanni Lange, die auch in der Koskestraße wohnten. Alle vier Familienmitglieder wurden im März/April 1943 nach Auschwitz deportiert und auch dort ermordet, bis auf Herta Lange, die aus dem Konzentrationslager befreit werden konnte und somit als einziges Mitglied dieser Familie überlebt hat. Zur Familie gehörte auch die Mutter von Cäcilie, Bertha Glaser, die bereits am 17.11.1941 nach Kaunas (russisch: Kowno) (Litauen) deportiert und wenige Tage später ermordet wurde. Hier befand sich im IX. Fort, einer ehemaligen Festungsanlage, eine Erschießungsstätte der SS, in der u.a. deportierte Juden aus dem Deutschen Reich ermordet wurden. Heute befindet sich hier eine Gedenkstätte, die dafür Sorge trägt, dass die Geschichte niemals in Vergessenheit gerät.
Schöneicher Straße 11A, 13055 Berlin
Foto: Martina Behn, 25.04.2020
Suermondtstraße 46, 13055 Berlin
Foto: Martina Behn, 03.07.2021 
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