gehrenseehöfe

Gehrenseehöfe

Gehrenseehöfe

Foto: Martina Behn, 24.04.2026

Wollenberger Straße 9, 13053 Berlin

Auf dem ca. 6,5 ha großen Areal, begrenzt von der Hauptstraße, Wartenberger Straße, Gehrenseestraße (ehemals Falkenberger Straße) und Wollenberger Straße, befanden sich früher Wohnhäuser und Ländereien von Landwirten und Gärtnern, die viele verschiedene Gemüsearten auf ihren großen Grundstücken oder auch Getreide auf den Feldern anbauten.

Getreide- und Futtermittelhandlung Berger (Das Foto ist im Jahre 1935 entstanden.) Quelle: Sammlung Sven-Uwe Berger

Viele Wohnhäuser in dem oben genannten Areal wurden Ende der 1970er, Anfang der 1980er Jahre abgerissen, um Platz für den Bau von neun Wohnheimen zu schaffen. Diese Wohnheime waren zunächst für Bauarbeiter aus Neubrandenburg, Schwerin und Rostock vorgesehen, die bei der Errichtung der Neubauviertel im Berliner Osten mitwirkten. Nachdem sie aus diesen Wohnheimen ausgezogen und in neue Wohnungen eingezogen waren, kamen ab 1982 die sogenannten DDR-Vertragsarbeiter, vorwiegend aus Vietnam, Mosambik, Angola und Kuba. Mehrere Menschen lebten in einem Zimmer, Küche und Bad waren Gemeinschaftsräume. Sie arbeiteten in vielen verschiedenen Betrieben in Berlin, der Hauptstadt der DDR. 

Seit 1994 stehen die in Plattenbauweise errichteten Wohnheime leer, das ganze Gelände ist nunmehr eine Stadtbrache. Es gab in den vergangenen Jahren immer wieder potenzielle Investoren, die sich aber schnell wieder verabschiedeten. So bleibt zu hoffen, dass dieser Schandfleck bald aus dem Bild des Ortsteils Alt-Hohenschönhausen verschwindet.

Erinnerungen von Bernd Wegener:

Artikel in der BERLINER WOCHE vom 20.03.2019

Artikel im BERLINER ABENDBLATT vom 12.09.2020

Artikel in der BERLINER WOCHE vom 16.10.2021

Wollenberger Straße

Foto: Martina Behn, 10.04.2020

Foto: Martina Behn, 20.09.2025

Foto: Martina Behn, 24.04.2026

Gehrenseestraße

Foto: Martina Behn, 20.09.2025

Wartenberger Straße - Hauptstraße

Fotos: Martina Behn, 22.01.2017

Die nachfolgenden Bilder sind auf dem Spaziergang mit der Künstlerin Marina Resende am 20.09.2025 entstanden.

Im Jahre 2025 hatten Künstler die Idee, einige dieser Räume anzumieten, um ihre Graffiti-Kunst präsentieren zu können. Andere Räume wiederum sollten im Originalzustand erhalten bleiben wie z.B. diese ehemalige Küche. Eine dauerhafte Umsetzung dieser Ideen gibt es jedoch nicht.

Fotos: Martina Behn