städtischer friedhof, friedhofskapelle & denkort

Städtischer Friedhof, Friedhofskapelle & DenkOrt

Städtischer Friedhof

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Gärtnerstraße 7, 13055 Berlin                                                                                                  

Der ehemalige Dorffriedhof wird seit dem Jahr 1855 als Begräbnisstätte genutzt. Hier fanden die Bewohner des alten Dorfes Hohenschönhausen (Dorfkern entlang der Hauptstraße) ihre letzte Ruhestätte. Die Friedhofskapelle wurde im Jahre 1902 durch den Bau- und Zimmermeister Paul Schreiber erbaut. Heute finden hier keine Beerdigungen mehr statt.

Aushang am Eingang zum Friedhof                                   

Grabstätte von Marie Huckwitz geb. Alberndt (Verwandte des Hauseigentümers in der Dorfstraße 12)Foto: Martina Behn, 13.06.2023

Grabstätte der Familie Mißler (In den 1930er Jahren befand sich der Damen- und Herrenfriseurladen von Otto Mißler in der Hauptstraße 41.)Foto: Martina Behn, 25.07.2022

Grabstätte von Heinrich Falkenberg (Weingroßhändler) Foto: Martina Behn, 25.07.2022Quelle: Sammlung Barbara Mewis

Grabstätten der Familie Schultze - Der Gastwirt Robert Schultze fand am 05.04.1935 auf diesem Friedhof seine letzte Ruhe. Auch sein Bruder Otto Schultze ist auf diesem Friedhof begraben worden. Foto: Barbara Mewis,  Foto: Martina Behn, 31.08.2021

Grabstätte von Bernhard Hill (Direktor vom Zirkus Hill)Foto: Martina Behn, 31.08.2021

Grabstätte von Richard Moncorps (Hugenotte)Foto: Martina Behn, 25.07.2022

Grabplatten für die Opfer des Zweiten WeltkriegesFotos: Martina Behn, 25.02.2021

Die Friedhofskapelle wurde in den letzten Jahren für Ausstellungen und Lichtinstallationen genutzt. Aus Anlass des 670-jährigen Jubiläums von Hohenschönhausen fand am 19. Juli 2022 in dieser Kapelle eine Festveranstaltung statt. Foto: Martina Behn, 22.01.2017Foto: Martina Behn, 25.02.2021

Die Friedhofskapelle als LichtinstallationFoto: Barbara Mewis, 

In der Friedhofskapelle fand am 19.07.2022 eine Festveranstaltung anlässlich des 670-jährigen Jubiläums von Hohenschönhausen statt. Der Bezirksbürgermeister Michael Grunst hielt die Festansprache. Die Leiterin der Geschichtswerkstatt Barbara Mewis organisierte diese Veranstaltung, in deren Rahmen sie auch mehrere Führungen über diesen Friedhof durchführte. Fotos: Martina Behn, 19.07.2022

Eine Besonderheit dieses Friedhofs ist die Errichtung des DenkOrtes (1.300 m²) auf dem südlichen Friedhofsbereich für die Verstorbenen des Spezial-Lagers-Nr. 3. Der DenkOrt entstand innerhalb von 11 Monaten (vom Entwurf bis zur Fertigstellung) und wurde am 24.10.1998 eingeweiht. In Anlehnung an die Tradition jüdischer Friedhöfe können Steine in Gedenken an die Verstorbenen abgelegt werden. Ein großer Findling befindet sich am Weg: mit gusseiserner Tafel und Erklärung zum Ort und erklärender Schrift. Der Holzeingang schafft ein Scharnier zwischen Außenwelt (Verkehr und Lärm) und Innenwelt des DenkOrtes, und symbolisiert die gewollte Stimmung im Lager, das Gefühl des Eingeschlossenseins.

Zeitungsartikel vom 25.10.1995

Fotos: Martina Behn, 25.02.2021