Erbpächterkolonie Neu-Hohenschönhausen
Quelle: Sammlung Ralph Oelschlägel, 1950er Jahre
Die Erbpächterkolonie Neu-Hohenschönhausen entstand im Jahre 1854 auf einem Teilstück des damaligen Rittergutes Hohenschönhausen. In der Anfangszeit wohnten hier vor allem Gemüsebauern. Als im Jahre 1881 der Zentralviehhof an der Landsberger Allee errichtet wurde, zogen viele Schlachthausarbeiter, kleine Handwerker und Gastwirte hierher. Folgende Straßen gehörten zu dieser Kolonie: Steffenstraße, Koskestraße (bis 1979), Sommerstraße (bis 1985) und Hoffstraße. Die Steffenstraße gibt es heute noch, die anderen Straßen existieren nicht mehr unter ihrem Namen. Die ehemalige Koskestraße verlief parallel zur Konrad-Wolf-Straße (ehem. Berliner Straße) und bildete die Verbindung zwischen Steffenstraße und Sommerstraße. Hier wohnten bis 1945 viele jüdische Familien, an deren Schicksal mehrere Stolpersteine auf der Konrad-Wolf-Straße erinnern. Mit Baubeginn des Sportforums Hohenschönhausen Anfang der 1950er Jahre verschwand die Erbpächterkolonie Schritt für Schritt. Leider gibt es heute kein einziges Haus mehr, das aus dieser Zeit erhalten geblieben ist.
In der Koskestraße hatte Max Oelschlägel (auf dem Foto rechts, links neben ihm sitzt sein Sohn) eine kleine Werkstatt, in der u.a. Bürsten und Pinsel hergestellt wurden.
Quelle: Sammlung Ralph Oelschlägel, um 1925
An der Konrad-Wolf-Straße (ehem. Berliner Straße) - Ecke Steffenstraße befand sich der Verkaufsladen der Familie Oelschlägel.
Quelle: Sammlung Ralph Oelschlägel, um 1910
Max Oelschlägel geht mit seinem Enkel Ralph in der Koskestraße spazieren.
Quelle: Sammlung Ralph Oelschlägel, 1950er Jahre
Ab Mitte der 1960er Jahre hatte die Rockband KEKS ihre Proberäume in der damaligen Bürsten-Pinselfabrik Oelschlägel. Ralph Oelschlägel war Mitglied dieser Band. 
Quelle: Sammlung Ralph Oelschlägel (3.v.l.), 1960er Jahre
Quelle: Sammlung Ralph Oelschlägel (re.i.Bild), 1969-1970
In der Steffenstraße - Ecke Koskestraße werden letzte Vorbereitungen für den nächsten Auftritt getroffen. Im Hintergrund ist schon der Trainingshallenkomplex vom Sportforum Hohenschönhausen zu sehen.
Quelle: Sammlung Ralph Oelschlägel, 1969-1970
Erinnerungen von Bernd Wegener, festgehalten im Jahre 2023:
Stadtplan aus den 1940er Jahren
Quelle: Sammlung Bernd Wegener
Steffenstraße heute - Trainingshallenkomplex vom Sportforum Hohenschönhausen
Foto: Martina Behn, 16.03.2022
Ehemalige Koskestraße heute - Traglufthalle vom Sportforum Hohenschönhausen
Foto: Martina Behn, 17.01.2022
Blick in Richtung Sommerstraße
Foto: Martina Behn, 18.03.2022
Auf der linken Seite der ehemaligen Koskestraße haben bereits die Bauarbeiten für einen neuen Wohnkomplex begonnen. Im Hintergrund ist die Konrad-Wolf-Straße zu sehen.
Foto: Martina Behn, 17.01.2022
Blick in Richtung Sommerstraße
Foto: Martina Behn, 04.04.2023
Blick in Richtung Steffenstraße
Foto: Martina Behn, 04.04.2023
Ehemalige Sommerstraße heute - Diese Straße war eine Nebenstraße der Konrad-Wolf-Straße (ehem. Berliner Straße).
Foto: Martina Behn, 31.07.2015
An dieser Straße befindet sich das Vereinshaus vom SC Berlin (Haus 24).
Foto: Martina Behn, 17.01.2022