gertrudenhof

Gertrudenhof

Gertrudenhof


Foto: Martina Behn, 22.01.2017

Große-Leege-Straße - Ecke Bahnhofstraße, 13055 Berlin

 

Die Wohnanlage Gertrudenhof wurde von 1926 bis 1930 auf einer Fläche von über 30.000 m² im Bereich Konrad-Wolf-Straße (ehem. Berliner Straße), Bahnhofstraße, Große-Leege-Straße und Schöneicher Straße von der Gemeinnützigen Baugenossenschaft eG erbaut, die diese Anlage bis 1949 bewirtschaftete. Man nimmt an, dass die Wohnanlage nach der Tochter des Bauherren, Gertrude, benannt wurde.

Im 2. Weltkrieg wurde der Komplex Konrad-Wolf-Straße 126-131/Bahnhofstraße 1-1B zerstört, der Mitte der 1950er Jahre neu aufgebaut wurde.

1949 wurde die Wohnanlage in Volkseigentum überführt und bis ca. 1990 vom VEB Kommunale Wohnungsverwaltung verwaltet. Bei geglückter Flucht nach West-Berlin wurden Mieter dieser Wohnanlage von der Gemeinnützigen Baugenossenschaft Steglitz bevorzugt mit Wohnraum versorgt, sofern sie ihren vorherigen Wohnsitz im Gertrudenhof nachweisen konnten.

Von 1990 bis 31.12.1992 wurde die Wohnanlage von der Wohnungsbaugesellschaft Hohenschönhausen HOWOGE verwaltet und 1993 erfolgte die Rückübertragung an die Gemeinnützige Baugenossenschaft Steglitz eG.

Ab 1993 begannen die umfangreichen Sanierungsarbeiten mit dem Komplex Schöneicher Straße 14, der bis heute von dieser Baugenossenschaft verwaltet wird.

Ab 1996 erfolgte dann der Verkauf der restlichen Wohneinheiten in der Schöneicher Straße, Große-Leege-Straße, Bahnhofstraße und Konrad-Wolf-Straße an die Wiesbadener City 7b Grundbesitzanlagengesellschaft, die die Wohnungen nach deren Sanierung vorzugsweise an die Mieter (Selbstnutzer) und an Kapitalanleger verkaufte.

Ende 1998 waren die Sanierungsarbeiten weitestgehend abgeschlossen.

Auf diesem Foto aus dem Jahre 1929 ist zu sehen, dass erst ein Teil des GERTRUDENHOFES fertiggestellt ist.Quelle: Sammlung Bernd Wegener

Dieses Foto entstand im Jahre 1969 in der Berliner Straße (heute Konrad-Wolf-Straße) - Ecke Bahnhofstraße. Zunächst befand sich an der Ecke ein Lebensmittelladen, danach der Haushaltswarenladen Kirsch und heute hat hier eine Filiale der ERGO Versicherung ihren Sitz.Quelle: Sammlung Barbara Mewis

Anfangs waren die beiden in leichter S-Form erbauten Häuserreihen durchgängig der Schöneicher Straße zugeordnet. Erst später erfolgte die Umbennenung in Bahnhofstraße, und zwar ab Mitte der beiden Straßen in Richtung Bahnhofstraße.  Foto: Marianne Wöllnitz, Februar 1970

Bahnhofstraße 3E - 3F (Vorderseite)
Foto: Marianne Wöllnitz, Februar 1996

Zeitungsartikel von 1996 - Auf dem Foto ist die Schöneicher Straße 12-12F zu sehen.

Zeitungsartikel von 1997 - Auf dem Foto ist vorne die Bahnhofstraße 3F (Hofseite) zu sehen.

Bahnhofstraße 2GFoto: Martina Behn, 14.08.1997

Bahnhofstraße 3E - kurz vor Beginn der SanierungsarbeitenFotos: Martina Behn, 11.01.1998

Schöneicher Straße 12A

Bahnhofstraße 3E

Das alte Müllhaus im Innenhof wird beseitigt. Dahinter ist noch die Teppichklopfstange zu sehen.

Der neue Müllplatz entsteht.


Fotos: Martina Behn, November 2000

Konrad-Wolf-Straße 122-128Foto: Martina Behn, 31.07.2015 

Konrad-Wolf-Straße 126-128 Foto: Martina Behn, 19.04.2020

Konrad-Wolf-Straße 131Foto: Martina Behn, 31.07.2015

In der Bahnhofstraße 1 wohnte der jüdische Arzt Dr. Victor Aronstein, in der Bahnhofstraße 1A der Architekt Emil Leibold.
Foto: Martina Behn, 23.04.2020

Bahnhofstraße 2D (Rückseite) Foto: Martina Behn, 11.10.2008

Bahnhofstraße 3E (auf der linken Seite) Foto: Martina Behn, 17.05.2008

In der Schöneicher Straße 11A wohnte Arthur Dreyer bis zu seiner Verhaftung im Jahre 1936.


Fotos: Martina Behn, 25.04.2020

Schöneicher Straße 12 - 12F

Schöneicher Straße 13 - 13G

Schöneicher Straße 14 - 14C

Schöneicher Straße 15 - 17A
Fotos: Martina Behn, 20.03.2024